Glossar


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N
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A

Altersdiabetes


Diabetes heisst Zuckerkrankheit. Selten tritt er im Kleinkindesalter auf, weil aus noch unbekannten Gründen die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse (Inselzellen) zerstört werden. Wir sprechen vom Typ I Diabetes. Der Typ II oder eben Altersdiabetes tritt meist erst im vorgerückten Alter auf. Die Ursache sind nicht zerstörte sondern ausgebrannte Inselzellen. Während Jahren musste die Bauchspeicheldrüse enorme Mengen von Insulin produzieren, weil einerseits der Stoffwechsel mit grossen Mengen raffinierter Kohlehydrate belastet worden war und andererseits die Muskeln teilweise resistent wurden gegen das körpereigene Insulin. In dieser Phase war der am Morgen nüchtern gemessene Blutzucker noch „normal“. Hätte man ihn allerdings nach einer Mahlzeit gemessen, wäre die Stoffwechsel-Schieflage erkannt worden. Nach 6 – 10 Jahren ständiger Hochproduktion von Insulin erschöpfen die Inselzellen und bilden immer weniger Insulin. Jetzt steigt der Blutzucker auch nüchtern an, der latente Diabetes wird manifest. Altersdiabetes hat eine erbliche Komponente, lässt sich durch Lifestyle-Massnahmen aber meist vermeiden. Bewegungsmangel und Bauchumfang über 90 cm bei der Frau resp. 100 cm beim Mann fördern den Diabetes. Man spricht heute deshalb eher von Erwachsenendiabetes, das immer mehr junge Leute, ja teils schon übergewichtige Schulkinder erkranken.
 

Aerob/anaerobe Schwelle


Der Muskel arbeitet so intensiv, dass Kohlehydrate nicht mehr vollständig zu C02 und H20 abgebaut ("verbrannt") werden können. Der Abbau geht nur bis zur Milchsäure ("Lactat") und diese tritt in grosser Menge ins Blut über.
 

Anamnese


Sie müssen sich zurückerinnern. Eigene gesundheitliche Rückschläge und familiäre Krankengeschichte sind die Fragestellung. Eine gründliche, vom Experten durchgeführte Anamnese erlaubt eine gesundheitliche Einschätzung von hoher Aussagekraft. Mindestens eine halbe Stunde muss dafür investiert werden.
 

Assessment


Beurteilung oder Bewertung lautet die wörtliche Übersetzung. Das hc Assessement ist in erster Linie eine Gesundheitsanalyse. Eine Standortbestimmung der Veranlagung, der Risiken, der Fitness und der Ernährungsgewohnheiten. Im Gegensatz zum ärztlichen Check-up, wo nach Krankheiten gesucht wird, eruiert diese Analyse das gesundheitliche Potenzial.
 
 
B
 

Bauchumfang


Der Bauchumfang sagt wesentlich mehr aus über das Krankheits-Risiko als der Body Mass Index (BMI). Beträgt er bei Männern über einen Meter, bei Frauen über 90 cm, besteht Handlungsbedarf. Mit jedem zusätzlichen Zentimeter nimmt das Risiko weiter zu. s. Altersdiabetes
 

Beratungsgespräch


Bei healthcheck wird dieses mehr als Dialog denn als Konsultation verstanden. Die Resultate der Anamnese und der Tests fliessen mit ein, alle vorgeschlagenen Massnahmen haben einen wissenschaftlichen Hintergrund. Zeitaufwand ca. 2 Stunden.
 

BCA


Body composition analysis: analysiert die Körperzusammensetzung in Bezug auf Fettanteil und übrige Masse (die vorwiegend aus Muskulatur besteht). Ein elektronisches Messgerät bestimmt die Fettprozente: 12 - 19 % sind im Normalbereich, geringe Abweichungen liegen in der Toleranz.
 

BMI


Der Body Mass Index setzt das Gewicht in Beziehung zur Körpergrösse und definiert somit grob, was schlank ist. Die Formel lautet (kg) Körpergewicht durch (m) Körpergrösse im Quadrat. Der ominöse Grenzwert zur sogenannten Fettleibigkeit ist 25.
 
 
C

 

Coaching

Coaching heisst Betreuung. Fitness Coaching wird bei healthcheck auf dem Hintergrund medizinisch - wissenschaftlicher Erkenntnisse geleistet. Trainingsassistenz gehört nicht dazu.
 
 
D
 

Diät


Diäten mit therapeutischer Zielsetzung gehören nicht in die Primärprävention. Im Gegensatz dazu steht die "Mediterrane Diät". Es handelt sich dabei um die Summe der tradierten Ernährungsgewohnheiten der Bevölkerung im Mittelmeerraum.
 
Unter Diät verstand Hippokrates vor rund 2500 Jahren etwa das, was wir heute unter Lifestyle zusammenfassen. Die Bedeutung der körperlichen Aktivität für die Gesundheit wurde von den folgenden Medizinergenerationen jedoch völlig vergessen. Die Erfolge der Pharmakotherapie im 20 Jahrhundert liessen dann auch noch die Ernährung zur Bedeutungslosigkeit verkommen. Heute scheint Diät noch etwa soviel zu bedeuten wie Kalorien- oder sonstige Einschränkungen.
 

Deadly Quartet


Siehe Metabolisches Syndrom
 
 
E
 

Erholungszeit


Erholung ist Teil des Trainings. Denn die Herausforderung an den Organismus wird erst in der Erholungsphase wirksam. Indem der Körper die Anstrengung kompensiert oder sogar überkompensiert und mehr Kräfte für die nächste Anstrengung bereitstellt. Je nach Alter beträgt die Erholungszeit einen oder mehrere Tage. Als wertvolles Indiz für die kardiovaskuläre Verfassung wird die akute Erholung gemessen. Je rascher die Pulsfrequenz nach einer Anstrengung zurückgeht, desto leistungsfähiger ist das Herzkreislaufsystem.
 

Ernährungsempfehlung


Das bei healthcheck empfohlene Essverhalten basiert auf den Erkenntnissen des US-Department of Nutrition and Public Health sowie der Ernährungsabteilung der Harvard Medical School. Ziel ist ein abwechslungsreicher Essgenuss ohne Zwänge, aber auch ohne Defizite.
 
 
F
 

Fettverbrennung


Erstens verbrennen nur trainierte Muskeln Fett. Zweitens geht es um die Erweiterung der Fettverbrennungs-Zone durch Training. Damit der grössere Teil des Energieumsatzes durch Fettverbrennung gewonnen werden kann.
 

Fettverbrennungs-Zone


Ist jener Anstrengungsbereich, bei dem mehr Fett als Kohlehydrate verbrannt wird. Der Verlauf der Verbrennungsanteile in Bezug auf die Belastungshöhe kann nur mit der Spiroergometrie gemessen werden.
 

Fitness


Körperliche Fitness wird definiert durch ein Dreieck von Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Die Dreieckskonstellation verdeutlicht die Abhängigkeit der Faktoren untereinander. Gezieltes Training bezieht sich entweder auf Kraft oder auf Ausdauer. Beweglichkeit (der auch die Koordinationsfähigkeit hinzugerechnet wird), ist bei jedem Training mit im Spiel.
 

Fitnesspotenzial


Mit 25 Jahren besteht unser Körper zu 75 % aus Muskeln. Wenn wir sie regelmässig gebrauchen, bleiben wir zeitlebens fit. Die Muskeln sind das weitaus grösste Stoffwechselorgan. Sie "verbrennen" das, was wir mit der Nahrung aufnehmen. Körperliche Aktivität hält diese Konstellation im Gleichgewicht. Bei Inaktivität verlieren wir aber ab dem 25. Altersjahr pro Jahrzehnt rund 10% der Muskelmasse. Gezieltes Training erlaubt uns bis ins hohe Alter, Vernachlässigtes wieder gutzumachen. healthcheck zeigt Ihnen, wie Sie dieses Potenzial ausnützen können. Mit der Leistungsfähigkeit des Herzkreislaufsystems verhält es sich ähnlich. Auch hier besteht jedoch ein grosses Potenzial bis ins hohe Alter. Dieses auszuschöpfen erfordert jedoch eine genaue Messmethodik und ein darauf basierendes, individuelles Programm. Healthcheck erhebt dieses Potenzial mit ausgeklügelten Tests und kann damit ein optimiertes Programm zusammenstellen.  
Bei Inaktivität verlieren wir aber ab dem 25. Altersjahr jährlich 1 % Muskelmasse. Doch Training erlaubt uns bis ins hohe Alter, Vernachlässigtes wieder gutzumachen. Ohne Training haben wir mit 50 Jahren von 70 kg Lebendgewicht bereits 13 kg Muskelmasse abgebaut. Meistens ist dieser Verlust dann durch Fett kompensiert, der Energiehaushalt ist aus dem Lot.
 
Weil die Muskeln aber bis ins hohe Alter lernfähig bleiben, ist eben diese verlorene Balance unsere grosse Chance. Wir haben jederzeit die Aussicht, durch Training wieder fit zu werden. Das Potenzial ist zum Beispiel am Verhältnis abzulesen, das im Körper zwischen Muskelmasse und Fett besteht. Siehe auch BCA.
 
 
G
 

Gesundheitsanalyse


Gesucht werden die positiven Ressourcen. Es wird ermittelt, wo noch Aufbaupotential besteht und was metabolisch verbesserungsfähig ist. Die Analyse umfasst eine ausführliche ärztliche Bestandesaufnahme der persönlichen und familiären Vorgeschichte, des aktuellen Lifestyles (Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsverhalten) und der Ernährungsgewohnheiten sowie eine wissenschaftliche Analyse von Ausdauer und Kraft anhand der Spiroergometrie und anderer Tests.
 
 
H
 

Herzfrequenzvariabilität


Wir gehen intuitiv davon aus, dass bei einem Puls von 60/min das Herz genau jede Sekunde einmal schlägt. Dies wäre bei einem künstlichen Herzschrittmacher der Fall. Unser natürlicher Schrittmacher, der Sinusknoten, steht unter dem Einfluss des vegetativen Nervensystems. Der sympathische Anteil dieses Systems beschleunigt den Herzschlag, und unter seinem Einfluss nähert sich die Herzschlagfolge der Genauigkeit eines Metronoms. Umgekehrt ist der Einfluss des Parasympathicus: Das Herz schlägt langsamer, und die Abstände zwischen den einzelnen Herzschlägen sind „ungenau“. Misst man den Puls mit dem Finger im Handgelenk oder am Hals, so ist diese „Ungenauigkeit“ nicht spürbar. Registriert man die Herzaktion jedoch mit einem Elektrokardiogramm, so lassen sich die Abstände zwischen den Herzschlägen jedoch millisekundengenau ausmessen. Damit lässt Dich dann auch aussagen, ob der Herzrhythmus mehr unter dem Einfluss des sympathischen oder des parasympathischen Anteils des vegetativen Nervensystems steht.
 

Herzfrequenz


Siehe Puls.
 

Homoeostase


Unter Homoeostase versteht man ein dynamisches Gleichgewicht: der Körper hält sein „inneres Milieu“ mit feed-back Mechanismen aufrecht, auch wenn dieses von aussen oder innen gestört wird. Der Blutzuckerspiegel ist sehr konstant. Nehmen wir eine grosse Menge Zucker zu uns, so steigt der Blutzucker zwar kurzfristig an. Blutzuckersensoren melden jedoch die Störung der Bauspeicheldrüse sofort, und diese schickt soviel Insulin ins Blut, bis der Zuckerspiegel wieder normal ist. Dank Insulin konnte der Zucker in die Muskulatur und ins Fettgewebe geschleust werden. Weitere Beispiele wären die Körpertemperatur oder der Wassergehalt des Körpers. Sensoren melden schon kleine Abweichungen der entsprechenden Zentrale, und die Korrektur setzt sofort ein. Können Abweichungen nicht rasch genug korrigiert werden, folgen irreversible Schäden oder Tod: Ein hoher Blutzuckerspiegel führt unbehandelt zum Koma oder Tod, ebenso das Trinken exzessiver Mengen von Wasser oder das unkontrollierte Ansteigen der Körpertemperatur. Homoeostase kommt vom Griechischen homoios=gleich und stasis=stehen.
 
 
I
 

Intervall-Training


Meint ein Training, bei dem sich Phasen mittlerer Intensität mit solchen hoher Intensität abwechseln. Dadurch kann die Trainingseffizienz gesteigert werden. Intervalltraining setzt eine gewisse Trainingserfahrung voraus. Für Anfänger ist es nicht geeignet.
 
 
J
 

Jogging


Eine recht effiziente Trainingsart, die allerdings gesunde Gelenke voraussetzt. Ausserdem ist gutes Schuhwerk vonnöten und am besten suchen sich Jogger weiche Bodenbeschaffenheiten aus.
 
 
K
 

Kardiovaskuläre Fitness


Gute Leistungsfähigkeit des Herz/Kreislaufsystems, gleichbedeutend mit hoher Ausdauer. Erreicht wird dieser Zustand durch regelmässiges Ausdauertraining.
 

Koordination


Steuerung der Muskulatur durch das Nervensystem, auch als Feinmotorik bezeichnet. Die motorischen Fähigkeiten des Menschen nehmen im Alter ab. Ohne Training sogar in progressiver Art.
 

Krafttraining


Weil die Muskulatur nicht nur Kraftorgansondern auch das grösste Stoffwechselorgan des Körpers ist, stimuliert Krafttraining unter anderem den Stoffwechsel. Krafttraining wird mit zunehmendem Alter immer mehr zum Muss. Denn ohne diese Muskel-Erhaltungsmassnahme schrumpfen die Kräfte im Körper nach dem dreissigsten Altersjahr zusehends. Parallel dazu verschlechtert sich die Stoffwechsellage.
 
 
L
 

Lactattest


Belastungstest, dessen Interpretation auf der Messung des Lactatspiegels im Blut beruht. Bei steigender Belastung werden Kohlehydrate im Muskel nicht mehr aerob (mit Sauerstoff) vollständig zu CO2 und H2O abgebaut sondern zunehmend anaerob (ohne Sauerstoff) zu Milchsäure. Diese wird im Blut als Lactat gemessen. Die Messung erfolgt alle paar Minuten, und so kann der Übergang in die Übersäuerung, die aerob-anaerobe Schwelle, gemessen werden. Man geht heute davon aus, dass ein Training im Bereich von 75%-85% dieser Schwelle zur Verbesserung der kardiovaskulären Leistungsfähigkeit optimal ist. Der Lactattest dient der Leistungsoptimierung im Sport, über die Fettverbrennung kann er keine Aussagen machen und ist damit zur Optimierung des Stoffwechsels –zur Erreichung von Metabolic Fitness- wertlos.
 

Lipide und Lipoproteine


Zu ihnen gehören Triglyzeride und Cholesterin, also die wesentlichsten Blutfettfraktionen. Cholesterin ist kein eigentliches Fett sondern ein Lipoprotein, also ein Eiweisskörper, der als Träger von Lipiden, also Fetten fungiert, weil Fette im Blut nicht löslich sind. Wir unterscheiden zwischen HDL- (high density -) und LDL-Cholesterin (low density lipoproteins). Gemäss geltender Lehrmeinung ist LDL-Cholesterin der Übeltäter, der die Arterienverkalkung (Arteriosklerose) verursachen soll. Gemäss neuen Studien ist ein tiefes HDL-Cholesterin jedoch der wichtigere Player. Das Verhältnis der beiden Fraktionen scheint für die Gefässgesundheit eher entscheidend. Namhafte Cardiologen halten die ganze Cholesterin-Hypothese für ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert, da auch nach über 50 Jahren seit ihrer ersten Formulierung kausale Beweise für einen Zusammenhang zwischen Cholesterin und Arteriosklerose immer noch fehlen. Triglyceride sind die eigentlichen Lipide. Wir nehmen sie entweder mit der Nahrung auf, oder der Körper bildet sie aus zu viel aufgenommenen Kohlehydraten. Triglyceride heissen sie, weil drei Fettsäuremoleküle an ein Glycerinmolekül gebunden sind. Bei den Fettsäuren unterscheiden wir ungesättigte und gesättigte, wobei den letzten wieder die Rolle der Schädlinge an unserm Gefässsystem zukommen soll. Dabei vergisst man allerdings, dass unser Körper aus zu viel aufgenommenen Kohlehydraten nur gesättigte Fettsäuren bilden kann……was ja fast einem Suizidprogramm entsprechen würde.
 

Lipometer


Mittels eines optischen Messsystems der neuesten Generation wird nicht nur das Gesamtkörperfett in Prozenten des Gewichts bestimmt sondern zusätzlich die regionale Fettverteilung. Denn entscheidend für eine mögliche gesundheitliche Gefährdung ist nicht das Gesamtkörperfett sondern die Verteilung: vorwiegend im Bauchraum gespeichertes (viszerales) Fett ist ein anerkannter Risikofaktor für metabolische und hormonelle Erkrankungen wie koronare Herzkrankheit oder Diabetes Typ 2. Das hängt damit zusammen, dass das viszerale Fett hormonell aktiv ist und verschiedene Entzündungshormone produziert.
 
 
M
 

Metabolische Fitness


Beurteilt in Ergänzung zur motorischen und kardiovaskulären Fitness auch die Stoffwechselfunktionen. Ausschlaggebend ist die normale Verarbeitung der aufgenommenen Zucker, Fette und Eiweisse mit normalen Blutzucker- und Blutfettspiegeln. Auch normale Blutspiegel von Insulin und von Wachstums- und Stresshormonen gehören dazu.
 

Metabolisches Syndrom


Stoffwechselstörung, die durch einen zu hohen Insulinspiegel gekennzeichnet ist. Das Hormon Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse ins Blut abgegeben, um die mit der Nahrung aufgenommenen Zucker und Kohlehydrate aus dem Blut in die Muskulatur zu schaffen. Je mehr Zucker oder Pasta wir gegessen haben, desto höher die Insulinspiegel nach dem Essen. Noch höher steigen sie bei körperlicher Inaktivität. Bettlägerige steigern ihren Insulinspiegel nach dem Essen gar doppelt so hoch wie Trainierte.
 
Zu hohe Insulinspiegel führen auf die Dauer zu Insulinresistenz. Es braucht immer mehr Insulin, um die gleiche Menge Zucker zu verarbeiten. Insulinresistenz ist der Anfang des metabolischen Syndroms. Nächstes Stadium ist dann der Erwachsenendiabetes.
 
Weitere messbare Parameter des metabolischen Syndroms sind auch Fettstoffwechselstörungen und ein erhöhter Blutdruck, beide wahrscheinlich Folge der Insulinresistenz. Weil Insulin auch ein Fettablagerungshormon ist und sich dieses Fett bevorzugt auf die Bauchgegend konzentriert, weist der Bauchumfang frühzeitig auf ein metabolisches Syndrom hin. Bei Frauen mit über 88 und Männern mit über 94 cm Bauchumfang besteht dringender Verdacht.
 

Motorische Fitness


Kraft und Beweglichkeit machen uns motorisch fit. Beweglichkeit bedeutet dabei nicht nur Dehnen und Strecken sondern auch gezielte Steuerung der Muskulatur, also Geschicklichkeit. Um Bewegungsabläufe zu koordinieren, um Stürze zu vermeiden. Motorisch fit ist, wer über alle drei Eigenschaften verfügt: Kraft, Beweglichkeit und Geschicklichkeit.
 
 
N
 

Nordic Walking


Walking mit Gehstöcken. Durch den Einbezug der Oberkörpermuskulatur steigert sich auch der Trainingseffekt.
 
 
O
 

Online Monitoring


Wer beim Ausdauertraining einen Pulsmesser mit Aufzeichnungsfunktion benützt, kann die Trainingsdaten anschliessend in seinen PC eingeben. Als Selbstkontrolle oder bei Übermittlung an die Coaching-Station als Monitoring-Input.
 

Orthorhexie


Orthorhexie meint zwanghaftes „Gesundessen“. Orthorhektische Personen sinnieren stundenlang über Menge und vor allem Qualität ihrer Ernährung, hängen oft sektiererisch irgendwelchen Diäten an. Orthorhexie kann allenfalls zum Problem werden, wenn andere Aspekte des Lebens zu kurz kommen: Genuss, Arbeit, soziales Umfeld. Das Wort kommt vom Griechischen orthos=korrekt und orexis=Apetit.
 
 
P
 

Präventivmedizin


Wird unterteilt in Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention. Das Anliegen von healthcheck ist die Primärprävention. Sie umfasst alles, was darauf ausgerichtet ist, die Gesundheit durch eine vernünftige Lebensführung zu erhalten.
Primärprävention sucht nach versteckten Krankheiten und Risikofaktoren für solche Krankheiten. Tertiärprävention sucht durch eine geeignete Strategie das Wiederauftreten einer durchgemachten Krankheit zu verhindern. Primärprävention bedeutet damit Metabolic Fitness durch schlanke Ernährung und angemessenen Gebrauch unserer Muskulatur. Dazu natürlich Verzicht auf Noxen wie Tabak und Stress. Sekundärprävention sucht nach Hinweisen auf versteckte Krankheiten. Meist handelt es sich um laborchemische Marker, zB das Prostata-spezifische Antigen im Blut, das auf eine Krebserkrankung der Prostata hinweisen soll oder der Cholesterinspiegel im Blut, der das Risiko für Herzkreislauferkrankungen beziffern soll. Der Wert solcher Untersuchungen ist nicht evidenzbasiert, d.h. unabhängige Experten stellen ihn in Frage. Im Falle von Krebserkrankungen täuscht eine frühere Diagnosestellung oft ein längeres Überleben (mit zweifelhafter Lebensqualität) vor, beim Cholesterin und andern so genannten Risikofaktoren stehen auch nach über einem halben Jahrhundert Beweise für einen kausalen Zusammenhang noch aus. Tertiärprävention hat den Anspruch, das Wiederauftreten einer bestehenden Krankheit zu vermeiden. Schulbeispiel ist der durchgemachte Herzinfarkt, dessen Wiederauftreten mittels einer ganzen Reihe von Massnahmen -„Wiederherstellen“ der Herzkranzgefässe, Gefässprothesen („Stents“)- sowie einer Batterie von Medikamenten verhindert werden soll. Der französische Kardiologe De Lorgeril hat gezeigt, dass eine Mediterrane Lebensweise, der deutsche Kardiologe Hambrecht, dass eine Trainingstherapie wirksamer ist.
 

Puls


Die Anzahl Herzschläge pro Minute wird als Puls- oder Herzfrequenz bezeichnet. Der mögliche Maximalpuls nimmt mit zunehmendem Alter ab, die gängige Formel lautet 215 minus das aktuelle Alter. Zur unteren Pulsgrenze siehe Ruhepuls.
 

Pulsmesser


Beim Ausdauertraining wird zur Kontrolle der Belastung ein Pulsmesser eingesetzt. Der Puls zeigt die Auswirkung der Belastung auf den Kreislauf. Die direkte Messung der Belastung, etwa mit Wattmetern, wäre viel zu umständlich. Pulsmesser gibt es zum Beispiel von Polar, Suunto oder Cateye. Zuverlässige Pulsmesser arbeiten mit einem Brustgürtel, der die Herzsignale an das Armbandgerät abgibt. Der angestrebte Belastungsbereich wird in Pulsfrequenzen umgerechnet und auf der "Uhr" programmiert. Bei Über- oder Unterschreiten der vorgegebenen Grenzen ertönt ein Alarmsignal. Der Pulsmesser stellt dadurch sicher, das Training in jenem Belastungsbereich erfolgt, der in der Spiroergometrie als der effizienteste ermittelt wurde.
 
 
R
 

Risikofaktor


In Bezug auf die Krankheitsanfälligkeit und Lebenserwartung werden immer mehr Parameter erhoben. Dadurch häufen sich die Gefahrensignale. Mittlerweile sind schon gegen 50 etablierte Risikofaktoren zusammengekommen, denen laufend Beachtung gezollt werden müsste. Bevor wir uns damit überfordern, sollten wir uns gewahr werden, dass ein einziger Risikofaktor wirklich zählt. Es ist die körperliche Inaktivität.
 

Ruhepuls


Das Gleichgewicht im vegetativen Nervensystem (siehe daselbst) bestimmt seine Höhe. Unter Einfluss des Sympathicus steigt er an, vom Parasympathicus gesteuert, sinkt er ab. Eine Frequenz von 72 plus/minus 5 gilt als normaler Ruhepuls. Normal für den heutigen Lifestyle, wäre zu ergänzen. Denn alle Anzeichen deuten darauf hin, dass unsere vorgeschichtlichen Ahnen höchstens einen Ruhepuls von höchstens 50 hatten...
 
 
S
 

Spiroergometrie


Leistungstest mit erweiterter Zweckbestimmung. Der Stoffwechsel wird analysiert und zwar über den ganzen Belastungsbereich, vom Ruhezustand bis zur Schwerarbeit.
 

Sportmedizin


In der Schweiz gibt es keinen offiziellen Spezialarzt-Titel für Sportmedizin. Die Schweizerische Gesellschaft für Sportmedizin führt Kurse durch und verleiht Diplome, chirurgisch-ortopädisch-traumatologische sowie internistische Lehrstühle bieten spezielle sportmedizinische Vorlesungen an.
 
 

Stress


Trivialisierter und oft missbrauchter medizinischer Terminus. Stress ist die Alarmreaktion auf eine Herausforderung oder eine Bedrohung. Als solche kann sie sich durchaus positiv auswirken. Wenn sich die Reize aber hartnäckig in gleicher Richtung bewegen und kumulieren, wird Stress unerträglich und gesundheitsschädigend. Stress wurde von der Schulmedizin bis vor wenigen Jahren nicht als Risikofaktor eingestuft. Der Einfluss von Stress auf das vegetative Nervensystem und auf diverse Hormone hat jedoch zu einem Umdenken geführt. In Bezug auf Herzkreislaufkrankheiten kommt heute dem Stress als Risikofaktor eine grosse Bedeutung zu.

 
T
 

Training


Organe, also Herz, Muskeln, Hirn etc brauchen Energiezufuhr, sonst verkümmern, „atrophieren“ sie. Dasselbe tritt aber auch ein, wenn sie zuwenig beansprucht werden: Die Leistungsfähigkeit nimmt laufend ab, die Muskelkraft und die kardiovaskuläre Leistungsfähigkeit zum Beispiel um runde 10% jedes Jahrzehnt nach dem 30. Lebensjahr. Unsere heutige Lebensart bietet viel zu wenig Gelegenheit, die Körpersysteme genügend auszulasten. Die einzige Chance, dem progressiven Abbau zu begegnen, ist Training.
 
 
U
 

Übergewicht


Der ominöse Wert 25 beim BMI gilt als obere Grenze für Normalgewicht. Dank diesem Index starrt die Menschheit unablässig auf die Waage und plagt sich täglich mit der Obsession, das Körpergewicht reduzieren zu müssen. Das Gewicht ist jedoch weniger das Problem als die Manie, sich ständig damit zu befassen. Der ritualisierte Zwang, sich täglich wägen zu müssen führt oft zu Verhaltens- und Essstörungen. Dabei ist seit bald zwei Jahrzehnten bekannt, dass Übergewichtige, die fit sind, gegenüber Schlanken die nicht fit sind ein deutlich geringeres Erkrankungs- und Sterberisiko haben. Am besten ist, das Gewicht für eine Weile auszuklammern und sich um die metabolische Fitness zu kümmern. Wenn die erreicht ist, pendelt sich das Idealgewicht von selbst ein. Und kann je nach Konstitution sogar über BMI 25 liegen.
 
 
V
 

Vegetatives Nervensystem


Das Kontrollsystem der passiv gesteuerten Muskulatur für Atmung, Herz und Kreislauf. Es funktioniert als Dualsystem, die eine Hälfte ist der Sympathicus, die andere der Parasympathicus. Der Parasympathicus sorgt für ruhigen Gemütszustand, der Sympathicus für Aufregung. Der heutige Lebensrythmus zwingt uns meistens in den Sympathicus-Modus. Das bedeutet, dass wir nervlich dauernd den Turbo eingeschaltet haben, wobei wir körperlich vorwiegend in Ruhestellung verbleiben.
 

Vibrationsplattform


Gerät, das einen gezielten Muskelaufbau ohne eigene Anstrengung bewirken kann. In Pilotstudien wird dieser Effekt eindeutig nachgewiesen. Für eine ältere oder vorgeschädigte Wirbelsäule scheint die Vibrationsbelastung hingegen schädlich zu sein. Langzeit-Ergebnisse über die Plattform-Anwendung liegen noch keine vor, die wissenschaftliche Gesamtbeurteilung ist daher noch offen.
 
 
W
 

Walking


Als moderates Ausdauertraining mit gelenkschonendem Charakter ziemlich effizient. Bei Verwendung von Gehstöcken weiter ausbaufähig, siehe Nordic Walking.

 
Z
 

Zielsetzung


Es mag ein hehres Gefühl sein, sich hohe Ziele zu stecken. Im Gesundheitsbereich wirken solche aber eher kontraproduktiv. 10 kg Gewichtsabnahme in wenigen Monaten, nach einem Jahr Training einen Marathonlauf bestreiten, rasch in grosse Tiefen heruntertauchen oder kurzfristig imposante Höhen zu erklimmen sind alles riskante Unterfangen.
 
Vom gesundheitlichen Standpunkt aus wäre es besser, realistische Ziele zu verfolgen. Ein positiver Ansatz wäre zum Beispiel, sich einen artgerechten Lifestyle zum Ziel zu setzen. Ein gesundes Ernährungsverhalten, regelmässige körperliche Aktivität und gute soziale Vernetzung.